Forschung und Gebietsentwicklung

Die Biologische Station untersuchte das Gebiet erstmalig 1998/99 um dessen Zustand zu kontrollieren.

Entstehung des Brückenparks

In den folgenden Jahren begleitete die Biologische Station in Arbeitskreisen, auf Ortsterminen und mit schriftlichen Stellungnahmen die Umsetzung des am Nordrand des FFH-Gebietes gelegenen Projektes „Brückenpark Müngsten“.

Eisvogel und Wasserpflanzen im Auge behalten

Da die Beliebtheit des Gebietes bei Wanderern, Reitern, Rad- und Kanufahrern, Badenden und anderen Erholungssuchenden steigt, wurde die Biologische Station 2004 damit beauftragt, die Auswirkung der Freizeitnutzung auf die Unterwasserpflanzen- und die Eisvogelbestände zwischen Müngsten und Müllerhof zu untersuchen. Die Untersuchungsergebnisse und Empfehlungen zur Lenkung der Freizeitnutzung fasste die Biologische Station in einem Bericht zusammen. Dabei wurde erstmals die Bedeutung des betreffenden Wupperabschnittes als Brutgebiet mehrerer Eisvogelpaare und als Wuchsort stark gefährdeter Unterwasserpflanzenarten deutlich. In den folgenden Jahren wurde die Bestandsentwicklung von Unterwasserpflanzen und Eisvögeln weiterhin stichprobenartig kontrolliert.

Erste Hilfe für den Wald – Sofortmaßnahmenkonzept

In den Jahren 2006 und 2007 glich die Biologische Station dann im Auftrag der Stadt Solingen das für den Solinger Bereich des FFH-Gebietes vorhandene Sofortmaßnahmenkonzept (SOMAKO) unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten ab. SOMAKO stellten für Wald-FFH-Gebiete die Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen dar, deren Umsetzung bis zum Jahr 2012 den Zustand des Gebietes verbessern und eine Verschlechterung verhindern sollte. Die Biologische Station führte eine flächendeckende Biotoptypenkartierung durch und stellte ihre Ergebnisse in einem Ergänzungsbericht zum bestehenden SOMAKO dar.

Es geht weiter – Modellprojekt Wald-Maßnahmenkonzepte

Eine Mitarbeiterin der Biologischen Station bei der Datenaufnahme
Eine Mitarbeiterin der Biologischen Station bei der Datenaufnahme

Derzeit arbeiten der Dachverband der Biologischen Stationen in NRW und der Landesbetrieb Wald und Holz NRW gemeinsam an einem Modell-Projekt zur Erstellung von Wald-Maßnahmenkonzepten (Wald-MAKO) in Nordrhein-Westfalen, als Nachfolger der SOMAKO.  Die Wald-MAKO haben zum Ziel, den Zustand der waldgeprägten Naturschutzgebiete und die dazugehörige Erhaltung von Lebensgemeinschaften und Biotopen bestimmter wildlebender Tier- und Pflanzenarten ökologisch nachhaltig zu verbessern bzw. zu sichern, da in zahlreichen waldgeprägten Naturschutzgebieten von NRW bislang keine hinreichende Umsetzung wirksamer naturschutzfachlicher Maßnahmen erfolgte. Sie entstehen gegenüber den SOMAKO unter Verbesserung der Datengrundlage und in Zusammenarbeit zwischen Landschaftsbehörden, dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW und den Biologischen Stationen. Für den Bereich des Bergischen Landes bearbeitete die Biologische Station Mittlere Wupper gemeinsam mit ihrer Nachbarstation Rhein-Berg das FFH-Gebiet „Wupper von Leverkusen bis Solingen“ als Modellregion. Für das Gebiet wurden im Jahr 2014 Grundlagendaten, wie Biotoptypen und FFH-Lebensraumtypen, Erhaltungszustand der FFH-Lebensraumtypen, Biotopbäume und wertgebende Tier- und Pflanzenarten, erfasst. Das durch die Biologischen Stationen erarbeitete Maßnahmenkonzept befindet sich derzeit in der Abstimmung mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW.

Überwinternde Wasservögel

Seit 1998 führt die Biologische Station Mittlere Wupper eine jährliche Zählung des überwinternden Wasservogelbestandes an dem rund 23 km langen Wupperverlauf zwischen Kohlfurth und Horn durch. Erfasst werden Entenvögel, Taucher, Rallen und Kormorane. Die Ergebnisse werden an die Arbeitsgemeinschaft Wasservögel der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft weitergeleitet und fließen in eine bundesweite bzw. internationale Auswertung ein. Die Bedeutung des Solinger Wupperabschnittes für Schwimmvögel liegt vor allem in seiner Funktion als Winterlebensraum für den Gänsesäger.

  • Biologische Station Mittlere Wupper
  • Solingen
  • Stadt Remscheid
  • EFRE - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
  • Umweltministerium NRW